Zielseiten führen Besucher gezielt zur nächsten Handlung
Eine Zielseite ist mehr als nur die Seite, auf der ein Nutzer nach einem Klick landet. Im Online-Marketing wird sie dafür entwickelt, ein konkretes Angebot verständlich zu präsentieren und Besucher zu einer klaren Handlung zu führen – etwa zu einer Anfrage, einem Kauf oder einer Terminbuchung.Häufig wird für eine Zielseite auch der englische Begriff Landingpage verwendet. Entscheidend ist nicht die Bezeichnung, sondern die konsequente Ausrichtung auf die Erwartungen der Zielgruppe und das Ziel der jeweiligen Kampagne.
- ✓Eine Zielseite wird meist für ein bestimmtes Angebot oder eine Kampagne erstellt.
- ✓Zielseite und Landingpage werden im Online-Marketing häufig synonym verwendet.
- ✓Die Seite konzentriert sich auf eine zentrale Handlung, die sogenannte Conversion.
- ✓Überschrift, Inhalt, Gestaltung und Call-to-Action müssen zusammenpassen.
- ✓Eine gute Zielseite reduziert Ablenkungen und schafft Vertrauen.
- ✓Ihr Erfolg sollte gemessen und regelmäßig optimiert werden.
Was ist ein Zielseite?
Eine Zielseite ist eine Webseite, auf die Besucher nach dem Klick auf eine Werbeanzeige, einen Newsletter-Link, einen Social-Media-Beitrag oder ein Suchergebnis gelangen. Im weiteren Sinne kann daher jede Einstiegsseite eine Zielseite sein.
Im Marketing bezeichnet der Begriff jedoch meist eine Seite, die speziell für eine bestimmte Zielgruppe, ein Angebot oder eine Kampagne erstellt wurde. Anders als eine allgemeine Startseite soll sie nicht das gesamte Unternehmen vorstellen. Sie führt den Besucher möglichst direkt von seinem ursprünglichen Interesse zur gewünschten Handlung.
Bewirbt ein Unternehmen beispielsweise eine kostenlose Website-Analyse, sollte die Anzeige nicht einfach auf die Startseite führen. Eine passende Zielseite greift das Versprechen der Anzeige auf, erklärt den Ablauf der Analyse und bietet eine direkte Möglichkeit zur Terminvereinbarung.
Welche Ziele kann eine Zielseite verfolgen?
Typische Ziele einer Zielseite sind:
- eine Kontaktanfrage oder einen qualifizierten Lead gewinnen
- einen Beratungstermin vereinbaren
- ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen
- eine Newsletter-Anmeldung erhalten
- einen Download oder eine Anmeldung anbieten
- eine kostenlose Analyse oder Testversion bewerben
Zusätzliche Informationen dürfen vorhanden sein, sollten aber nicht mit der Hauptaktion konkurrieren.
Wie ist eine erfolgreiche Zielseite aufgebaut?
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1
Relevante Hauptüberschrift
Die Überschrift sollte sofort vermitteln, worum es geht, und das Versprechen der Anzeige oder des vorherigen Links aufgreifen.
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2. Verständliche Einleitung
Die Einleitung zeigt, welches Problem gelöst wird, für wen das Angebot gedacht ist und warum sich der nächste Schritt lohnt.
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Klare Nutzenargumentation
Besucher möchten verstehen, welchen konkreten Vorteil sie erhalten. Eigenschaften sollten deshalb in verständlichen Nutzen übersetzt werden.
Statt lediglich „responsives Webdesign“ zu nennen, kann beispielsweise erklärt werden, dass die Website auf Smartphone, Tablet und Desktop übersichtlich funktioniert.
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Vertrauenselemente
Bewertungen, Referenzen, Kundenstimmen oder transparente Abläufe können Unsicherheit reduzieren. Die verwendeten Nachweise müssen echt sein.
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5
Deutlicher Call-to-Action
Der Call-to-Action zeigt den nächsten Schritt. Formulierungen wie „Kostenlose Analyse anfragen“ oder „Termin vereinbaren“ sind verständlicher als ein allgemeines „Absenden“.
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Einfaches Formular
Das Formular sollte nur Informationen abfragen, die für den nächsten Schritt tatsächlich benötigt werden.
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Mobile Darstellung
Texte, Buttons und Formulare müssen auch auf kleinen Bildschirmen gut lesbar und bedienbar sein.
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Messbare Zielhandlung
Die gewünschte Handlung sollte technisch erfasst werden können. Nur so lässt sich beurteilen, ob die Zielseite tatsächlich Anfragen, Verkäufe oder Anmeldungen erzeugt.
Zielseite, Landingpage und Startseite: Wo liegt der Unterschied?
Zielseite und Landingpage werden meist synonym verwendet. Eine Startseite erfüllt dagegen eine andere Aufgabe.
Die Startseite gibt einen Überblick über das Unternehmen und führt zu verschiedenen Leistungen, Referenzen und Kontaktmöglichkeiten.
Eine Kampagnen-Zielseite ist wesentlich fokussierter. Sie richtet sich häufig an eine klar definierte Zielgruppe und behandelt ein einzelnes Angebot. Navigation und weiterführende Wege werden bewusst reduziert, damit die zentrale Handlung im Vordergrund bleibt.
Rechtlich notwendige Seiten wie Impressum und Datenschutz müssen weiterhin erreichbar sein. Auch zusätzliche Informationen sind sinnvoll, wenn sie wichtige Fragen beantworten oder Vertrauen schaffen.
SEO-Zielseite oder Zielseite für Werbeanzeigen?
Eine Zielseite für bezahlte Anzeigen muss das Versprechen der Anzeige unmittelbar fortsetzen. Werbetext, Überschrift und Angebot sollten eng zusammenpassen.
Eine SEO-Zielseite deckt häufig einen größeren Informationsbedarf ab. Neben der Handlungsaufforderung benötigt sie oft Erklärungen, Beispiele und Antworten auf typische Fragen.
Beide Ansätze lassen sich verbinden: Die Seite führt schnell zum Angebot und beantwortet gleichzeitig die entscheidenden Fragen.
Häufige Fehler bei Zielseiten
- Anzeige und Zielseite behandeln unterschiedliche Angebote.
- Die Überschrift nennt keinen konkreten Nutzen.
- Mehrere gleichwertige Buttons führen zu verschiedenen Zielen.
- Das Formular verlangt unnötig viele Informationen.
- Vertrauenselemente fehlen oder wirken unglaubwürdig.
- Die mobile Darstellung ist unübersichtlich.
- Der Call-to-Action ist schwer erkennbar.
- Die Zielseite wird nicht ausgeweret oder verbessert.
Grundsätzlich muss der Seiteninhalt zum vorherigen Klick passen. Wer eine kostenlose Erstberatung erwartet, sollte nicht erst das gesamte Leistungsangebot durchsuchen müssen.
Vorteile und Nachteile einer Zielseite
- ✓klare Ausrichtung auf ein Kampagnenziel
- ✓gezielte Ansprache einer bestimmten Zielgruppe
- ✓gute Verbindung zwischen Anzeige, Angebot und Inhalt
- ✓weniger Ablenkung als auf einer allgemeinen Unternehmensseite
- ✓genaue Messbarkeit der gewünschten Handlung
- ✓gute Grundlage für Tests und Optimierungen
- ✕zusätzlicher Aufwand für Inhalt und technische Umsetzung
- ✕unterschiedliche Angebote benötigen häufig eigene Varianten
- ✕regelmäßige Auswertung und Pflege sind erforderlich
- ✕eine zu starke Reduzierung kann wichtige Informationen vermissen lassen
- ✕eine gute Zielseite ersetzt keine passende Kampagne und keinen qualifizierten Traffic
Praxisbeispiel: Zielseite für eine Website-Analyse
Eine Agentur schaltet eine Anzeige mit dem Angebot „Kostenlose Website-Analyse für Unternehmen“. Nach dem Klick gelangt der Besucher auf eine Zielseite, die ausschließlich dieses Angebot behandelt.
Die Überschrift greift die Analyse direkt auf. Danach erklärt die Seite, welche Bereiche geprüft werden, welchen Nutzen das Unternehmen erhält und wie der Ablauf funktioniert. Referenzen und ein transparenter Prozess schaffen Vertrauen. Ein kurzes Formular führt zur Terminvereinbarung.
Die spezielle Zielseite hält den Weg von der Anzeige bis zur Anfrage klar und konsequent.
Wie wird der Erfolg einer Zielseite gemessen?
Die wichtigste Kennzahl richtet sich nach dem Ziel der Seite. Bei einer Beratungsseite können qualifizierte Anfragen entscheidend sein, bei einem Onlineshop die abgeschlossenen Käufe und bei einem Download die tatsächlichen Downloads.
Weitere mögliche Kennzahlen sind:
- Conversion-Rate
- Klicks auf den Call-to-Action
- Kosten pro Anfrage oder Verkauf
- Abbruchrate des Formulars
- Scrolltiefe und Verweildauer
- Qualität der gewonnenen Leads
Eine hohe Conversion-Rate ist nur wertvoll, wenn die Anfragen oder Käufe auch zum Angebot passen.
Eine gute Zielseite setzt das Versprechen vor dem Klick konsequent fort. Sie beantwortet die wichtigsten Fragen, schafft Vertrauen und führt den Besucher ohne unnötige Umwege zu einer klaren Handlung.
Häufige Fragen
Was ist eine Zielseite einfach erklärt?+
Eine Zielseite ist eine Webseite, auf der Besucher nach einem Klick landen. Im Marketing wird sie meist gezielt für ein Angebot oder eine Kampagne erstellt und soll zu einer bestimmten Handlung führen.
Ist eine Zielseite dasselbe wie eine Landingpage?+
In der Praxis werden beide Begriffe häufig synonym verwendet. Der englische Begriff Landingpage ist im Online-Marketing weiter verbreitet.
Braucht eine Zielseite eine Navigation?+
Nicht zwingend. Eine reduzierte Navigation kann Ablenkungen vermeiden. Rechtlich notwendige Seiten und wichtige Vertrauensinformationen müssen jedoch erreichbar bleiben.
Wie lang sollte eine Zielseite sein?+
Die Länge richtet sich nach dem Angebot und dem Informationsbedarf. Komplexe oder hochpreisige Leistungen benötigen meist mehr Erklärung.
Was ist eine Conversion auf einer Zielseite?+
Eine Conversion ist die gewünschte Handlung des Besuchers. Das kann eine Anfrage, ein Kauf, eine Anmeldung, ein Download oder eine Terminbuchung sein.
Kann eine Zielseite für SEO optimiert werden?+
Ja. Dafür muss sie die Suchintention erfüllen, hilfreiche Inhalte bieten, technisch erreichbar sein und sinnvoll in die Website eingebunden werden.